06.03.2021: Live aus Lockhausen

Fast wie im Studio: Wie die Bad Essener Feuerwehr mehr als 100 Kameraden schult

von Björn Raube

 

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Maik Dierker präsentiert im Livestream den Digitalfunk der Feuerwehr.

Bad Essen. Eine Schulung mit 135 Teilnehmern – in Corona-Zeiten nicht denkbar. Oder? Doch, die Feuerwehren der Gemeinde Bad Essen schlossen sich digital zusammen und informierten sich – irgendwie passend – über Digitalfunk. Die dabei eingesetzte Technik erinnerte fast an ein professionelles Studio.

Dienstabende dürfen nicht stattfinden, doch freilich besteht bei den Feuerwehren weiterhin Schulungsbedarf. Und so organisierte die Bad Essener Gemeindefeuerwehr nach der "Atemschutzausbildung" im Dezember nun einen zweiten Livestream, um die Mitglieder in einer knapp zweistündigen Veranstaltung rund um den Digitalfunk zu schulen. Aus dem Gruppenraum des Feuerwehrhauses in Lockhausen moderierten Maik Dierker (Landkreisausbilder Funk) und Christoph Eikenhorst (Gemeinde Funkwart ). Vor Ort waren zudem der Bad Essener Gemeindebrandmeister Jens Wagener, dessen Stellvertreter Volker Hausfeld sowie Daniel Hartmann als Ortsbrandmeister der Feuerwehr Lockhausen. Letzterer zeichnete auch für die Live‐Übertragung verantwortlich.

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Die Zentrale: Technisch wurde auf diese Art und Weise der Livestream übertragen.

Und die Technik hatte es in sich: Dank dreier Monitore und dreier Webcams konnten in Lockhausen die Sprecher gut eingefangen und Detailaufnahmen von der Bedienung der Funkgeräte gezeigt werden. Die Feuerwehrleute daheim sahen ein dreigeteiltes Bild, das auch noch zusätzlich eingespielte Informationen lieferte. Zeitweise verfolgten bis zu 135 Mitglieder der rund 400 Feuerwehrleute in der Bad Essener Gemeindefeuerwehr den Livestream.

 

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Christoph Eikenhorst bei der Detailvorführung der Funkgeräte mit separater Webcam.

Inhaltlich ging es um die Handhabung des Digitalfunkgeräts. Nicht für alle Kameraden bedeutete das Thema Neuland. Deshalb diente diese Schulung auf Gemeindeebene der Auffrischung und vermittelte neuen Feuerwehrmitgliedern ein Basiswissen. Maik Dierker und Christoph Eikenhorst stellten die technischen Details und die Funktionsweise der Geräte vor. Einzelne Kameraden hatten die Möglichkeit, mit ausgeliehenen Geräten auch daheim die Praxis nachzustellen. Dierker versicherte, dass „man keine Scheu vor der Bedienung des Funkgeräts haben muss". 

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Maik Dierker (links) und Christoph Eikenhorst.

 

In Abhängigkeit der Pandemie-Entwicklung sind laut Feuerwehr weitere Schulungen dieser Art vorstellbar.

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