Was passiert bei einem Notruf?

Noch in den 1970er Jahren gab es in vielen Landkreisen keine zentralen Rettungsleistellen.

Wollte man die Feuerwehr alarmieren, so musste man erst einmal ein Telefon oder in größeren Städten eine Meldesäule finden.

 

Auf dem Dorf, wo es diese Notrufsäulen nicht gab, rannte man zum Feuerwehrhaus um dort Alarm auszulösen.

 

Den Krankenwagen forderte man direkt beim Krankenhaus an. Aber auch hierfür musste man erst ein Telefon finden.

 

Ende der 1970er Jahre wurden erstmals für die Feuerwehren der Gemeinde Bad Essen Fahrzeugfunkgeräte beschafft und die Auslösung der Sirene wurde auf Funksteuerung umgestellt.

So konnte die mittlerweile im Kreishaus eingerichtete Leitstelle die Einsatzkräfte direkt alarmieren.

 

Kommen heute Menschen in Not, so ist es normal ein Telefon zur Hand zu nehmen und die Notrufnummer "112" zu wählen.

Egal an welchem Ort Sie sich in der Bundesrepublik und weiten Teilen der Europäischen Union befinden, können Sie Hilfe über die "112" erhalten.

 

Dies funktioniert auch bei der Nutzung eines Mobiltelefons. Über den Sendemast, an welchem sich Ihr Handy eingebucht hat werden Notrufe gezielt an die zuständige Rettungsleistelle weitergeleitet.

 

Wenn Sie die "112" wählen, nimmt ein Disponent der zuständigen Regionalleitstelle Ihren Anruf entgegen.

Er wird Ihnen dann nach einem bestimmten Schema einige Fragen stellen (Der Notruf und die 5 W's).

Die Antworten gibt er online in ein Rechnersystem ein.

Mit Hilfe einer möglichst genauen Ortsangabe kann er die Rettungskräfte, welche dem möglichen Einsatzort am nächsten sind, noch während des Telefonats alarmieren.

 

Aus Ihren weiteren Antworten kann er ersehen, ob evtl. weitere Hilfskräfte erforderlich sind.

 

Die Alarmierung der Rettungskräfte erfolgt heute über Funk (analog oder digital), d.h. die Mitglieder der Feuerwehren und Rettungsdienste werden mittels Alarmmeldern oder Handy alarmiert.

Zusätzlich wird in einigen Gemeinden noch ein Sirenenalarm ausgelöst um die Feuerwehr zu alarmieren.

Dies gilt auch für die Gemeinden des Altkreises Wittlage (Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln).